UrhG Aktionsbündnis
,,Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft"
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Pressemitteilung 06/11
vom 24. August 2011

Stellungnahme zum Richtlinienvorschlag der EU-Kommission über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke

Das Aktionsbündnis Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft ist der Bitte der Bundesregierung um Stellungnahme zum Richtlinienvorschlag der EU-Kommission für eine „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke…” mit den folgenden zentralen Aussagen nachgekommen. Zum vollständigen Text der Stellungnahme.

Eine Regelung für verwaiste Werke sollte sich auf Aufgaben bezieht, die „im öffentlichen Interesse liegen”. Der Kreis der Privilegierten sollte aber durch Organisationen und Initiativen aus dem genuin elektronischen Umfeld (z.B. Suchmaschinen, Open-Content-Organisationen, Wikipedia-Dienste) erweitert werden.
Eine Regelung sollte im Rahmen der erlaubten und rechtsverbindlichen Schranken erfolgen. Die extensionale Bestimmung von „Werken” sollte auch auf Bilder und unveröffentlichte Werke erweitert werden.
Regelungen für Mehrautorenwerke (insbesondere Filme) sollten präziser und operationalisierbar sein.
Das Konzept der „diligent search” sollte noch einmal auf den Prüfstand gestellt werden. Eine Opt-out-Lösung über eine öffentliche, befristete Ausschreibung der geplanten Digitalisierung ermöglicht besser als die „diligent search” die kulturpolitisch erwünschte Massendigitalisierung.
Bei einer Regelung allein im öffentlichen Interesse wird die Einbeziehung von Verwertungsgesellschaften nicht für erforderlich gehalten.
Vorschläge für eine treuhänderische Verwaltung von vorsorglich eingezahlten monetären Beitragen oder auch Rückstellungen bei den digitalisierenden öffentlichen Einrichtungen sind weder zumutbar noch notwendig.
Eine kommerzielle Nutzung verwaister Werke muss nicht ausgeschlossen sein. Sie sollte allerdings nur als Zweitverwertung/-veröffentlichung, in Ergänzung zur freien Nutzung, möglich sein und sollte keinesfalls zu exklusiven Verwertungsansprüchen führen. Hier könnten Verwertungsgesellschaften eine Rolle spielen.

Nicht zuletzt fordert das Aktionsbündnis die Bundesregierung auf, im Sinne einer transparenten öffentlichen Kultur, alle Stellungnahmen, die sie zu dem Richtlinienentwurf der EU-Kommission erhalten hat, sowie die anfällige Stellungnahme der Bundesregierung an die EU-Kommission öffentlich zugänglich zu machen.

Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft”
V.i.S.d.P. Prof. Dr. Rainer Kuhlen (Sprecher)


Hintergrund: Im 2004 gegründeten Aktionsbündnis „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ sind neben den sechs großen Wissenschaftsorganisationen Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Hochschulrektorenkonferenz, Max-Planck-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Wissenschaftsrat 370 Fachgesellschaften, Verbände und Institutionen sowie mehr als 7250 persönliche Unterzeichner der „Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ zusammengeschlossen.

Weitere Informationen zum Themenkomplex des Urheberrechts für Bildung und Wissenschaft bietet auch die Plattform IUWIS.

News  
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6. März 2013:
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5. März 2013:
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19. Dezember 2012:
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17. Dezember 2012:
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15. November 2012:
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7. November 2012:
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12. Juni 2012:
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5. Juni 2012:
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7. März 2012:
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17. November 2011:
Wissenschaftsschranke im Urheberrecht (§ 52a) durch Wissenschaftsklausel ersetzen (mehr...)

3. Oktober 2011:
Breite Unterstützung für umfassende Verbesserung des Urheberrechts für Bildung und Wissenschaft: Auswertung einer Befragung vorgestellt (mehr...)

24. August 2011:
Stellungnahme zum Richtlinienvorschlag der EU-Kommission über bestimmte zulässige Formen der Nutzung verwaister Werke (mehr...)

19. Juli 2011:
Befragung zu den Erwartungen der in Bildung und Wissenschaft Tätigen zu ihren Anforderungen an das UrhG (Fragebogen...)

29. Juni 2011:
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23. März 2011:
Google bleibt beim Urheberrecht am Ball mit Perspektive 2035 — Einiges sollte jetzt schon möglich sein! (mehr...)

17. März 2011:
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27. Februar 2011:
Folgen aus dem Fall Guttenberg — Wissenschaft wehrt sich gegen Bagatellisierung (mehr...)

4. Januar 2011:
Der Teufel steckt im Detail — Verwaiste Werke: Aktionsbündnis mahnt Transparenz an (mehr...)

13. Dezember 2010:
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21. September 2010:
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15. Juli 2010:
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6. Juli 2010:
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30. Juni 2010:
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29. Juni 2010:
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15. Juni 2010:
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14. Juni 2010:
Die Bundesjustizministerin hielt heute ihre „Berliner Rede zum Urheberrecht“:
[Manuskript der Rede]
[Materialsammlung von IUWIS zum 3. Korb]
Eilmeldung: Stellungnahme des Aktionsbündnisses zur Rede der Ministerin

4. Februar 2010:
Die freie Nutzung des mit öffentlichen Mitteln produzierten Wissens muss jedermann möglich sein. Eine Zusatzpetition an den Deutschen Bundestag. (mehr...)

7. Januar 2010:
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10. Dezember 2009:
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30. November 2009:
Nachschau der Jahrestagung Vortragsfolien, Pressemitteilung

18. November 2009:
Google Settlement Version 2 bietet noch Optionen für die Wissenschaft, droht jedoch Europa aus der Sichtbarkeit zu drängen. (mehr...)

14. November 2009:
Aktionsbündnis beantwortet die öffentlichen Fragen der EUROPEANA zu ihrer strategischen Ausrichtung (mehr...)

12. November 2009:
Flyer zur Unterstützung der Open Access Petition publiziert. (Download in A5 oder A4 für duplex Ausdruck)

10. November:
Unterstützung der Bundestags-Petition „Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen“ (mehr...)

27. Oktober 2009:
Das Aktionsbündnis begrüßt die Absicht der zukünftigen Bundesregierung, das Urheberrecht weiterzuentwickeln. (mehr...)

8. Oktober 2009:
Die zukünftige Bundesregierung muss sich der Herausforderung stellen, über das Urheberrecht die Kreativität der Wissenschaft und die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft zu sichern (mehr...)

26. September 2009:
Antworten der CDU/CSU Bundestagsfraktion und der Piraten Partei auf Wahlprüfsteine ergänzt: (Antworten)

21. September 2009:
Kollektiver Widerspruch gegen VG Wort-Zwangsvertretung im Google Book Search (Pressemitteilung)

21. September 2009:
Das Aktionsbündnis stellt Antworten der Parteien auf seine Wahlprüfsteine vor — Entscheidungsrelevante Divergenzen sind auszumachen (Antworten und Synopse) (Pressemitteilung)

4. September 2009:
Handlungsempfehlungen für Wissenschaftler zur Rechteübertragung an die VG WORT publiziert (Brief) (Pressemitteilung)

2. September 2009:
Das Aktionsbündnis hat einen „Amicus Curiae“-Brief an das für das GBS Settlement zuständige Gericht geschickt. (Brief) (Pressemitteilung)

21. August 2009:
Aktionsbündnis in direkten Verhandlungen mit Google Inc. wegen GBS (mehr...)

28. Juli 2009:
Aktionsbündnis sendet Wahlprüfsteine an die Fraktionsgeschäftsstellen der im Bundestag vertretenen Parteien mit der Aufforderung zur Beantwortung.

13. Juni 2009:
Stellungnahme des Aktionsbündnisses zur Anfrage des Bundesministeriums der Justiz vom 19. Februar 2009: Urheberrecht „Dritter Korb“ (mehr...)

5. Juni 2009:
Nicht-Zustimmung zu der von der VG Wort angestrebten Wahrnehmung der Rechte wissenschaftlicher Autorinnen und Autoren gegenüber Google Inc. bzw. Google Book Search: Empfehlungen, Pressemitteilung

11. Mai 2009:
Nachlese des Sprechers Rainer Kuhlen zur Urheberrechtskonferenz des BMJ (mehr...)

4. Mai 2009:
Empfehlung an die Unterzeichner, und alle anderen Wissenschaftler, zum Verhalten gegenüber dem Google Book Settlement publiziert und verschickt (mehr...)

27. April 2009:
Stellungnahme zur „Heidelberger Erklärung“ publiziert (mehr...)

25. März 2009:
Was ist uns Wissenschafts- und Publikationsfreiheit wert? (mehr...)

21. Oktober 2008:
E. Steinhauer startet einen Blog zum Wissenschaftsurheberrecht (mehr...)

20. Oktober 2008:
Bildungsgipfel ohne Informationsfreiheit nur eine Schimäre (mehr...)

24. Juli 2008:
Vorsichtiger Optimismus — Bewegung im europäischen Urheberrecht? Ein neues Grünbuch der EU-Kommission (mehr...)

Wichtige Links
Pressemitteilungen des Aktionsbündnisses

Das IUWIS Projekt entwickelt Social-Network mit Informationen zum Urheberrecht in Bildung und Wissenschaft (vorläufiger Webauftritt).