UrhG Aktionsbündnis
,,Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft"
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Pressemitteilung 11/09
vom 27. Oktober 2009

Gut, dass das Urheberrecht weiterentwickelt werden soll

Das Aktionsbündnis begrüßt die Absicht der zukünftigen Bundesregierung, das Urheberrecht weiterzuentwickeln. Das Aktionsbündnis hatte sich an die Teilnehmer der Koalitionsverhandlungen gewandt, damit in den Vertrag „die Aufgabe aufgenommen wird, an einem modernen, der elektronischen Realität angemessenen Urheberrecht weiterzuarbeiten“. Das ist bei vielen Politikern der Runde positiv aufgenommen worden. Dass die Zielformulierung des Aktionsbündnisses nach einem „innovations- und inventionsfördernden Urheberrecht“ nicht direkt aufgegriffen wurde, ist zwar schade, aber mit dem Ziel selber sollte auch die Koalition einverstanden sein.

Daher ist es auch als sehr positiv zu begrüßen, dass die Bundesregierung die Arbeiten an dem Dritten Korb der Urheberrechtsreform „zügig“ aufnehmen will. Zur Erinnerung - der Dritte Korb sollte nach dem Beschluss des Bundestags von Juli 2007 in erster Linie ein Bildungs- und Wissenschaftskorb werden.

Das Aktionsbündnis setzt darauf, dass nach langen Jahren der Zuteilung von Privilegien an die Verwertungswirtschaft nun wieder die Urheber selber, die Kreativen, und die Nutzer von Wissen und Information im Vordergrund stehen werden.

Das Aktionsbündnis sieht der Zusammenarbeit mit der zukünftigen Justizministerin, Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, mit großer Erwartung entgegen, nicht zuletzt auch deshalb, weil ihr als langjähriges persönliches Mitglied der Deutschen UNESCO Kommission die Bedeutung eines freien Zugangs zu Wissen und Information sehr bewusst ist. Die Deutsche UNESCO Kommission setzte sich mit großer weltweiter Wahrnehmung für Open Access ein. Open Access stärkt, wie wohl gewünscht, die Rechte der Urheber. Ebenso hat sich die Deutsche UNESCO Kommission unter Mitwirkung der zukünftigen Ministerin intensiv und erfolgreich für die Bewahrung und Förderung kultureller Vielfalt als Gegenpol zur kommerziellen Verwertungssicht der Welthandelsorganisation (WTO) eingesetzt.

Das, so hoffen wir, wird Spuren bei der Reformulierung des Urheberechts hinterlassen. Ob dabei wirklich ein neues Leistungsschutzrecht für Presse oder sogar allgemein für Verlage hilfreich ist, wird man diskutieren müssen. Ebenso, ob die Verwertungsgesellschaften weiter gestärkt bzw. in ihrer Zuständigkeit ausgeweitet werden müssen. Vielleicht sollten auch für das Urheberrecht die im Vertragsentwurf angesprochenen „Möglichkeiten der Selbstregulierung“ ausprobiert werden.

Das Aktionsbündnis sieht den bevorstehenden Auseinandersetzungen um ein modernes, liberales, offenes Urheberrecht mit großen Erwartungen entgegen.

Weitere Informationen über bundeszentrale@urhg-bildung-wissenschaft.de, von der Website des Aktionsbündnisses oder über das Projekt IUWIS – Infrastruktur Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft

Prof. Dr. Rainer Kuhlen
Sprecher des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“


Das Aktionsbündnis ,,Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" (http://www.urheberrechtsbuendnis.de/) wurde 2004 im Zusammenhang mit der Novellierung der Urheberrechtsgesetzgebung in Deutschland gegründet. Das Aktionsbündnis setzt sich für ein ausgewogenes Urheberrecht ein und fordert für alle, die zum Zweck von Bildung und Wissenschaft im öffentlichen Raum tätig sind, den freien Zugang zur weltweiten Information zu jeder Zeit von jedem Ort. Grundlage des Aktionsbündnisses ist die Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft vom 5. Juli 2004. Diese Erklärung wurde unterzeichnet von sechs Mitgliedern der Allianz der Wissenschaftsorganisationen (Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V., Hochschulrektorenkonferenz, Max-Planck-Gesellschaft, Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V. und Wissenschaftsrat), von über 365 wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Informationseinrichtungen und Verbänden sowie von mehr als 7.000 Einzelpersönlichkeiten. Sprecher des Aktionsbündnis sind Prof. Dr. Kuhlen (Konstanz), Dr. Müller (Heidelberg), Dr. Sepp (Kassel). Weitere Informationen über Nachfrage an: rainer.kuhlen at uni-konstanz.de, hmueller at mpil.de und sepp at physik.uni-kassel.de.

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14. Juni 2010:
Die Bundesjustizministerin hielt heute ihre „Berliner Rede zum Urheberrecht“:
[Manuskript der Rede]
[Materialsammlung von IUWIS zum 3. Korb]
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4. Februar 2010:
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10. Dezember 2009:
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30. November 2009:
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18. November 2009:
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14. November 2009:
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12. November 2009:
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10. November:
Unterstützung der Bundestags-Petition „Wissenschaft und Forschung - Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen“ (mehr...)

27. Oktober 2009:
Das Aktionsbündnis begrüßt die Absicht der zukünftigen Bundesregierung, das Urheberrecht weiterzuentwickeln. (mehr...)

8. Oktober 2009:
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26. September 2009:
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21. September 2009:
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21. September 2009:
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4. September 2009:
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2. September 2009:
Das Aktionsbündnis hat einen „Amicus Curiae“-Brief an das für das GBS Settlement zuständige Gericht geschickt. (Brief) (Pressemitteilung)

21. August 2009:
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28. Juli 2009:
Aktionsbündnis sendet Wahlprüfsteine an die Fraktionsgeschäftsstellen der im Bundestag vertretenen Parteien mit der Aufforderung zur Beantwortung.

13. Juni 2009:
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5. Juni 2009:
Nicht-Zustimmung zu der von der VG Wort angestrebten Wahrnehmung der Rechte wissenschaftlicher Autorinnen und Autoren gegenüber Google Inc. bzw. Google Book Search: Empfehlungen, Pressemitteilung

11. Mai 2009:
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4. Mai 2009:
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Wichtige Links
Pressemitteilungen des Aktionsbündnisses

Das IUWIS Projekt entwickelt Social-Network mit Informationen zum Urheberrecht in Bildung und Wissenschaft (vorläufiger Webauftritt).